Von damals bis heute

 

Nachdem rund um Karsau Freiwillige Feuerwehren gegründet wurden,
hat das Bezirksamt Säckingen am 28.Juni 1890 den Gemeinderat von Karsau
zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr angehalten,
deren Vorteil hervorgehoben und die Kosten für diese mit ca. 500 Mark beziffert.
Nach dieser Aufforderung wurde die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr
vorbereitet und eine Satzung ausgearbeitet,
doch sie ist nach erheblichen Streitereien im Gemeinderat über die
zu übernehmenden Kosten durch dessen Ablehnung nicht vollzogen worden.
 
Im Schreiben vom 31.Januar 1899 des Bezirksamts wird bedauert, daß die Gemeinde noch keine
Freiwillige Feuerwehr habe und es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß genügend Leute,
die als Feuerwehrmänner eintreten könnten, in hinreichender Zahl vorhanden sind.
Auch könne sich die Gemeinde gut die Kosten in finanzieller Hinsicht
auf die Einrichtungs- und Ausrüstungskosten der Feuerwehr leisten.
Weiter heißt es, wir halten nunmehr den Zeitpunkt für gekommen, wo mit der Gründung
einer freiwilligen Feuerwehr ernst gemacht werden sollte.
 
Doch erst am19.März 1899 wurde im Rathaus in Karsau eine Gründungsversammlung abgehalten.
67 anwesende Bürger bekundeten durch ihre Unterschrift
den Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Karsau.
Zum Ersten Kommandanten wurde Karl Friedrich Albiez
und als Stellvertreter Reinhard Brombach gewählt.
Die Wehr wurde in zwei Abteilungen aufgeteilt:
1.Abteilung: Rettungs- und Arbeitsmannschaft, Obmann Albert Urich
2.Abteilung: Spritzenmannschaft, Obmann Otto Brugger
Die bisherige Organisation der allgemeinen Feuerwehrpflicht wurde damit nicht völlig abgeschafft.
Bürger wurden auch weiterhin von der Gemeinde erfasst und
bildeten im Einsatz eine Reserve als Rettungs- und Wassermannschaft.
Die Hilfsmannschaft wurde von 49 Bürgern aus Karsau, Beuggen und Riedmatt gestellt.
Durch die Freiwillige Feuerwehr, die sich regelmäßig in Übungen auf den Ernstfall schulte und
mit der Errichtung der Dinkelberger Wasserversorgung 1908 war nun
eine viel wirksamere Brandbekämpfung gewährleistet.
Dadurch war man immer weniger auf die Dienste der Hilfsmannschaft angewiesen.
 
Die Freiwillige Feuerwehr unterscheidet sich von anderen Vereinen dadurch,
daß sie eine notwendige und bisher allgemeine bürgerliche Aufgabe übernahm
und in diesem Sinne als gemeindliche Organisation mit freiwilliger Mitgliedschaft gelten konnte.
In dieser Hinsicht bildete die Feuerwehr ein neues Element im Gemeindeleben,
in welcher ihr nun eine besondere Bedeutung zukam,
und zwar nicht nur in der Verfolgung ihrer Bestimmung,
sondern darüber hinaus als eine durch Kameradschaft auch im geselligen Leben
der Bürgerschaft jetzt stark in Erscheinung tretende Institution.
Die Bindung an die Gemeinde äußerte sich in der von Anfang an
als Gemeindeaufgabe geltende Unterstützung der Wehr durch die Ausrüstung derselben
mit Geräten und Uniform auf Kosten der Gemeinde.
 
1900
Saug- und Druckspritze mit 300 Liter Förderleistung
 
1908
Hydrantenwagen mit Standrohren
 
1944
Motorspritze TS8 der Firma Balke
 
1952
Tragkraftspritze TS6 der Firma Ziegler,
gebrauchter Tragkraftspritzenanhänger
 
1955
Löschfahrzeug LF8/TS
Ford V8 / 90PS mit Metzaufbau
31.177.- DM
 
1964
Kameradschaftliche Bande mit der Feuerwehr Möhlin (Schweiz) geknüpft
 
1973
Löschfahrzeug LF16/TS
Mercedes Benz mit Ziegleraufbau
140.000.- DM
 
1975
Gemeindereform, Karsau wird Stadtteil von Rheinfelden,
Feuerwehr Karsau wird selbständige Abteilung
der Gesamtwehr Rheinfelden
 
1977
eine rund um die Uhr besetzte Alarmzentrale
wird im Kreiskrankenhaus Rheinfelden in Betrieb genommen
 
1981
gebrauchter VW-Kombi als Öl-Hilfeleistungsfahrzeug
2.000.- DM
 
1984
erster brauchbarer Hydrantenplan für die Gemarkung Karsau
 
1993
MTW
VW LT28
 
1995
Feuerwehrkonzeption 2000,
Beschluß von Ortschafts- und Stadtrat zum Erhalt
der Abt.Karsau am jetzigen Standort
 
1999
100-jähriges Jubiläum,
Restaurierung des LF8,
Renovierung Kriegerdenkmal beim Schloss Beuggen
 
2003
LF 16/12
MAN mit Ziegleraufbau
 
2004
40-jähriges Jubiläum mit der Feuerwehr Möhlin CH
 
2007
gebrauchter MTW als Ersatz für verunfallten 4/19 in 2006,
Mercedes Sprinter, L2 H2, Baujahr 2004
 
2014
50-jähriges Jubiläum mit der Feuerwehr Möhlin CH
 
 
Sonntag, 17. Dezember 2017

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